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Bernar Venet - ARC ´89
Drittes Kunstprojekt Bonn


Bereits zum dritten Mal konnte die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. einen international renommierten Künstler gewinnen, ein Werk für den öffentlichen Raum der Stadt Bonn zu konzipieren. ARC ‘89 nennt Bernar Venet seine Skulptur, mit der er an das für die Bundesrepublik Deutschland und damit auch für Bonn fundamental entscheidende Jahr 1989 erinnert. Die Aufstellung ist geplant für Anfang Juni 2016.

Eigens für den Trajektkreisel auf der Museumsmeile entworfen, wird ARC ‘89 mit einer Gesamthöhe von 17 Metern als weithin sichtbare Landmarke auf einer der lebhaftesten Bonner Verkehrsadern der Wende und ihrer Konsequenzen gedenken. Für die 14 Bogensegmente, aus denen die Skulptur besteht, hat der Künstler bewusst den Neigungswinkel 89 Grad gewählt. Denn mit dem Fall der Mauer 1989 hat sich die Welt verändert. Die konkreten Auswirkungen sind bekannt: Nach der Entscheidung für Berlin als Bundeshauptstadt hat Bonn eine neue Rolle erhalten und sich in einen langwierigen Prozess der „Neuprofilierung“ begeben. ARC ‘89 symbolisiert für Venet dieses Neue. Für ihn ist das Jahr 1989 verbunden mit Annäherung, unbekannten Blickwinkeln und einem Neuanfang, der viel Fantasie erfordert.

„Wir sind von der Ausstrahlung und Wirkung der Kunst Bernar Venets seit langem überzeugt“, so der Vorsitzende der Stiftung, Walter Smerling. „Aber ohne den privaten Einsatz der Mitglieder unserer Stiftung wäre dieses Kunstprojekt im öffentlichen Raum nicht denkbar. Es ist ein Zeichen für bürgerliches Engagement, und dieses Engagement wollen wir kontinuierlich fortsetzen.“

Bundesjustizminister Heiko Maas, Bonns Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan und der Stiftungsvorsitzende Walter Smerling haben ARC '89 am Sonntag, dem 6. Juni 2016 feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

„An diesem Kunstwerk kommt man nicht vorbei“, sagte Maas bei seiner Eröffnungsrede. Die Kontroversen, die ein solches Werk im öffentlichen Raum mit sich bringe, seien das erste Ziel der Kunst. „Alle werden sich eine Meinung bilden. Und das ist etwas, was wir auch im übertragenen Sinne in diesen Zeiten sehr gut brauchen können.

 

 

Künstler
Bernar Venet (*1941), Gewinner des Grand Prix des Arts de la Ville de Paris war u.a. Teilnehmer der documenta VI und VII sowie der 38. und 53. Biennale von Venedig. Der Künstler lebt und arbeitet in Le Muy/Südfrankreich und in New York. Seit vielen Jahren präsentiert er seine Großskulpturen auch im öffentlichen Raum, an unterschiedlichen Plätzen in zahlreichen Metropolen Europas, Asiens und der USA.

Werk
Das Wesen von Bernar Venets Kunst ist „zweckfrei“. In seinen Arbeiten verknüpft er Konzeptkunst und klassische Skulptur, Mathematik und Sinnlichkeit, System und Zufall miteinander. Diese Gedanken liegen auch ARC ’89 zugrunde, das aus dem rötlich-braunen, für Venets Werk so charakteristischen Cortenstahl gefertigt wird, in dem seine Kunst ihren perfekten Ausdruck findet. „Ich könnte mir heute kein besseres Material als Stahl für meine Plastiken vorstellen“, sagt der Künstler. „Er ist erhaben und gleichzeitig neutral. Er ist für meine Zwecke ausreichend formbar. Er vermittelt in idealer Weise, welcher Aufwand betrieben werden muss, um ihn zu verbiegen, welche Kraftanstrengung für das Erreichen meiner Ziele nötig ist.“

>> Pressemitteilung, Juni 2016

 >> Bildergalerie von der Übergabe des Kunstwerkes


Ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V.
im Rahmen der „Agenda 2030".

Bernar Venet, ARC ´89, Foto: Daniel Biskup
Bernar Venet, ARC ´89, v.l.n.r.: Walter Smerling (Vorsitzender Stiftung für Kunst und Kultur e.V.), Bernar Venet (Künstler), Heiko Maas (Bundesjustizminister), Foto: Daniel Biskup
Bernar Venet, ARC ´89, Foto: Daniel Biskup
Bernar Venet, ARC ´89 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Stiftung für Kunst und Kultur e.V.
Bernar Venet, ARC ´89 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Stiftung für Kunst und Kultur e.V.