BONN AUF DEM WEG ZUM URBANEN MUSEUM

KUNSTPROJEKT BONN

Kunst im öffentlichen Raum ist unmittelbar, herausfordernd, streitbar. Mitten in den gesellschaftlichen Raum stellt der Künstler seine Behauptung, für alle sichtbar. Eine individuelle Setzung, die – wie jede öffentliche Behauptung – automatisch Zustimmung und Ablehnung provoziert. Der Betrachter kann sich dieser Kunst nicht entziehen. Und unabhängig davon, wie er zu ihr steht: Er wird sich eine Meinung bilden.

Für das Kunstprojekt Bonn plant die Stiftung, bis 2030 jährlich eine/n renommierte/n Künstler/in einzuladen, ein Werk für den öffentlichen Stadtraum zu schaffen – Bonn als urbanes Museum. Realisiert und finanziert werden die Werke vollständig über privatwirtschaftliches Sponsoring, ohne städtische oder kommunale Gelder – privates Engagement für öffentlich zugängliche Kunst.

2014 hat die Stiftung das Kunstprojekt Bonn mit Markus Lüpertz‘ Skulptur „Beethoven“ im Stadtgarten begonnen, gefolgt von Tony Craggs Arbeit „Mean Average“ auf dem Remigiusplatz in der Innenstadt. 2016 wurde Bernar Venets monumentale Skulptur „Arc ´89“ auf dem Trajektkreisel B9/Museumsmeile installiert. Der Beitrag für das 4. Kunstprojekt Bonn von Stephan Balkenhol ist für 2018 in Planung.

„Kunst im öffentlichen Raum ist keine Stadtverschönerung, sondern ein Statement auf die Frage, wie wir mit diesem Raum umgehen und in welcher Stadt wir leben wollen. Eine solche Diskussion wünschen wir uns, denn sie bringt die Gesellschaft voran.“ (Walter Smerling, Künstlerischer Leiter)

Das Kunstprojekt Bonn findet im Rahmen der „Agenda 2030“ statt.

AGENDA 2030

Die Projektgruppe „Agenda 2030“ besteht aus Akteuren unterschiedlicher Sparten der Bonner Kunst- und Kulturszene. Ziel ist es, durch Denkanstöße und gemeinschaftlich organisierte Beiträge Bonn als Kulturstandort zu sichern und durch ein erweitertes kulturelles Angebot auf hohem Niveau die Attraktivität der Stadt und ihrer Region aufrecht zu erhalten und zu entwickeln. Die programmatische Arbeit zielt auf Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit, dafür steht der Name „Agenda 2030“.

Die Projektgruppe versteht ihre Programmatik als kulturelles Gesamtkonzept, das über das Angebot bestehender Kulturinstitutionen hinausgeht und insbesondere auch Privatengagement fördern soll. Die Einbindung des kulturell mündigen Bürgers ist u.E. eine wesentliche Voraussetzung für die kulturelle Ausstrahlung dieser Stadt. Das Konzept sieht auch vor, Projekte und Institutionen, organisierte und individuelle Kräfte zu bündeln, die andernfalls womöglich nicht aufeinander treffen würden.

Die Projektgruppe ist davon überzeugt, dass eine Mischung aus lokalen und internationalen Projekten und Veranstaltungen umgesetzt werden muss, mit denen insbesondere zunächst die Bonner Bürger angesprochen werden sollen. Nachhaltiges Ziel ist es, dass ein erhöhter Identifikationsgrad mit den Aktivitäten in der eigenen Stadt eine intensive Außenwirkung entwickelt und den kulturellen bzw. kulturtouristischen Reiz auch für Gäste und Besucher der Stadt erhöht.